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Physikalisches Praktikum I

Sicherheitsbestimmungen


1. Generelle Regeln

Die Versuche des Physikalischen Praktikums sind so gestaltet, dass beim Experimentieren gemäß der jeweiligen Versuchsanleitung keine Gefährdung für Ihre Gesundheit besteht. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Versuchsanordnungen grundsätzlich keine Gefahrenquellen bergen: Es gibt steckbare Verbindungen mit hohen elektrischen Spannungen, intensive Lichtquellen, radioaktive Quellen, heiße Oberflächen oder Flüssigkeiten, Gase in Druckflaschen, Chemikalien, Gefäße unter hohem Druck oder Vakuum, Glasapparaturen, schnelllaufende mechanische Apparaturen, Ultraschallquellen. Bei grobem Verstoß gegen die Sicherheitsbestimmungen ist eine erhebliche Schädigung Ihrer Gesundheit und der experimentellen Aufbauten möglich!

Versuche dürfen deshalb nie ohne vorherige Einweisung und Überprüfung durch den Versuchsassistenten in Betreib genommen werden. Den Anweisungen der Assistenten ist unbedingt Folge zu leisten, erkennbare Defekte sind sofort zu melden.

Zum Schutz Ihrer Gesundheit und empfindlicher Geräte ist Essen und Trinken in den Praktikumsräumen grundsätzlich untersagt!

2. Strahlenschutz (auch nichtionisierende Strahlen)

Die im Praktikum eingesetzten radioaktiven Quellen haben eine relativ geringe Aktivität, strahlenschutzrechtlich fallen sie in den sog. Überwachungsbereich. Dennoch sind die Grundregeln des Strahlenschutzes zu beachten:

  • Abstand halten
  • Abschirmen
  • Aufenthaltszeit begrenzen
  • Kontamination vermeiden
  • Inkorporation vermeiden

Hautkontakt mit Abschirmungen aus Blei ist zu vermeiden, da Blei als Schwermetall giftig ist.

Starke Lichtquellen (z. B. Laser, LED, Quecksilberdampflampe) können das Auge dauerhaft schädigen. Deshalb auf Filter, Beleuchtungsspalt usw. achten, niemals direkt in einen Laserstrahl blicken oder den Strahl auf andere Personen richten.

3. Gefahren durch Elektrizität

Wechselspannungen >50Volt und Gleichspannungen >120Volt gelten als lebensgefährlich, physiologisch bedeutsam ist allerdings die Stromstärke und die Dauer der Einwirkung. Die potentielle Gefährdung ist sehr vom jeweiligen Aufbau abhängig: Eine hochohmige Spannungsquelle mit 2000V kann weitaus weniger gefährlich sein, als eine Spannungsquelle mit 200V und 50mA Maximalstrom!

Elektrische Schaltungen müssen deshalb vor Inbetriebnahme vom Betreuer überprüft werden!

Verbindung zur Netzspannung 230V darf nur mit Geräte-Netzsteckern hergestellt werden, niemals mit im Praktikum vorhandenen Laborkabeln! Vor dem Entfernen oder Umstecken von Kabelverbindungen sind alle Spannungen abzuschalten.

In einigen Versuchsräumen befindet sich neben der Tür ein roter Notaus-Knopf, der alle Steckdosen eines Raums vom Stromnetz trennt. Dieser ist zu betätigen, wenn eine anhaltende elektrische Notsituation besteht, die nicht durch Abschalten eines Geräts beseitigt werden kann.

4. Umgang mit Chemikalien

Beim Umgang mit flüssigen Chemikalien (z.B. Fotochemikalien) und Lösungsmitteln ist eine Schutzbrille zu tragen. Beim unplanmäßigen Austritt von Flüssigkeiten oder Gasen ist sofort der Assistent zu informieren, Hautkontakt bzw. Einatmen sind zu vermeiden!

5. Brandschutz

Kein offenes Feuer im Praktikum! Beim Betrieb von Heizplatten ist darauf zu achten, dass brennbare Materialien weit genug entfernt sind.

6. Flucht- und Rettungsplan

Fluchtweg ist der Flur und die angrenzenden Treppenhäuser bzw. das Hörsaalfoyer. Gegenüber den Aufzügen hängt ein Flucht- und Rettungsplan mit Informationen zu Feuerlöscher, Feuerlöschdecke, Feuermelder und Erste-Hilfe-Kasten. Machen Sie sich vor Praktikumsbeginn damit vertraut.

7. Notfall

Informieren Sie in Notfällen sofort die Praktikumsleitung in Zi. 1.151 (AP-Büro). Im Raum daneben (1.149) ist der Techniker des Praktikums, Herr Johann Lauber, als ausgebildeter Ersthelfer zu erreichen. Weitere Anweisungen für Notfälle entnehmen Sie bitte den ausgehängten Rettungsplänen.

8. Mutterschutzverordnung

Informationen zum Mutterschutz finden Sie auf der web-Seite http://www.uni-stuttgart.de/zv/sicherheitswesen/arbeitsschutz/mutterschutz/index.html

Stuttgart, 03.03.2014